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Die Natur der Ardennen
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Landschaftsarten/-typen
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Das Dörfchen Ronzon umschließt den Ausleger des Ardennenmassifs
gleich einem Gürtel eines schlafenden Riesen. Sie können von
der Fermette steil bergab zum Fluss herunter laufen - so wie einst der
niederländische Dichter Jacques Perk, "um die geliebte, fröhliche
Ourthe zu umarmen."
Das Tal der Ourthe ist nicht überall so verengt wie bei Ronzon.
Weiter stromaufwärts, zwischen Marcourt und Jupille, weitet es
sich, wodurch sich die Ourthe besser entfalten kann. In den niederschlagsreicheren
Jahreszeiten bieten die dort vorhandenen Seitenarme und die sich immer
wieder neu verzweigenden Bäche ein beeindruckendes Schauspiel.
20 Kilometer weiter östlich, bei Nisramont, wird der Fluss jedoch
wieder von einem Staudamm begrenzt. Diese Gegend - auch "das rauhe
Herz der Ardennen" genannt - ist vor allem durch die endlosen Wälder
gekennzeichnet. Stromabwärts erreicht die Ourthe die abwechslungsreichere
offene Hügellandschaft der Famenne mit ihren zahlreichen Höfen
und Dörfern, wo den Wanderer nach jeder Kurve oder Steigung eine
neue Überraschung erwartet.
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Fotos der Ourthe, aufgenommen in unmittelbarer Nähe der Fermette.
Links ein Ausläufer durch das Arboretum und rechts ein Wasserbecken,
in dem man im Sommer herrlich baden kann.
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An Stellen, wo es der Ourthe schwerer gefallen ist als bei Ronzon,
sich im Lauf von Millionen von Jahren einen Weg durch die Steinschichten
zu bahnen, entstanden bis zu 40 Meter hohe Klippen, wie z.B. bei Hampteau
und le Hérou. Insbesondere Bewohner der norddeutschen Tiefebene
werden von dem hier entstandenen Relief beeindruckt sein. Die Hügel
und Flusstäler bieten dem passionierten Wanderer einige besondere
Steigungen und Abstiege.
Seit den ersten schriftlichen Überlieferungen durch Julius Caesar
hat sich an der Weite und Dichte der Waldlandschaft kaum etwas geändert.
Abgesehen von einigen Straßen- und Flussüberquerungen ist
es noch immer möglich von Bouillon an der französischen Grenze
bis hin zur deutschen oder luxemburgischen Grenze fast ausschliesslich
durch Wälder zu wandern.
Es geht natürlich auch anders. Es ist sicherlich abwechslungsreicher,
wenn man den Weg durch die weite Hügellandschaft wählt mit
seinen unzähligen kleinen Dörfchen und Wiesen. Die offene
Landschaft bietet viele wunderschöne Aussichtspunkte, wie z.B.
die in 320 Metern Höhe gelegene kleine Kapelle von Saint-Thibaut,
1 km von Ronzon entfernt.
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Geologie
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In unserer Gegend, der des Mittellaufs der Ourthe, treffen wir an der
Erdoberfläche auf verschiedene (devonische) Steinschichten, die
mehr oder weniger quer zum Lauf der Ourthe liegen (oder auch parallel
zum Maastal zwischen Namur und Lüttich).
Devoonlagen Ourthedal (©B.N.Blom)
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Formatie
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Ouderdom
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Voorkomen
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Aard
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Lochkovien (Gédinnien)
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Onder-Devoon - 408 milj.jr
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z-o. vanaf Maboge
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terrestrisch; schist en zandsteen
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Praguien
(Coblencien)
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Onder-Devoon - 406 milj.jr
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tussen Maboge en Jupille
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diep marien: phylliet en zandsteen
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Praguien
(Coblencien)
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Onder-Devoon - 402milj.jr
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tussen Jupille en Ronzon
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marien: schist
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Emsien
(Burnotien)
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Midden-Devoon - 395 milj.jr
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tussen Ronzon en Hamoul
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ondiep marien: schist, schalie en conglomeraat
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Eifelien
(Couvinien)
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Midden-Devoon - 386 milj.jr
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tussen Hamoul en Hampteau
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marien: kalkhoudende schist en zandsteen
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Givetien
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Midden-Devoon - 377 milj.jr
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tussen Hampteau en Hotton
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marien: kalksteen en schalie
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Frasnien
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Boven-Devoon - 373 milj.jr
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tussen Hotton en Deulin
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marien: kalkhoudende schist en kleisteen
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Famennien
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Boven-Devoon - 362 milj.jr
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n. van Deulin
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marien: schist en zandsteen
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In der oben stehenden Tabelle sind die aufeinander folgenden
Gesteinsschichten zwischen La Roche und Deulin angegeben. Während
der varistischen Gebirgsformung wurde das Ardennenmassif abermals angehoben.
Dieser Anhebung und der nachfolgenden Erosion einiger Abdeckschichten
ist es zu verdanken dass wir entlang der Ourthe bei La Roche die ältesten
Gesteinsschichten Belgiens antreffen.
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Wenn Sie während länger andauernden
Frostperioden im Winter den Weg von
La Roche nach Ronzon entlang gehen, werden Sie dort vielerorts wunderschöne
Eiszapfen an den Felswänden entdecken können. Dort wo Straßen
die undurchlässigen Schiefersteinplatten durchtrennen, tropft fortwährend
Wasser aus den Gebirgsflanken.
Der kalkhaltige Felsboden bei Hampteau und Hotton verhält sich da jedoch
ganz anders. Da dieser wasserdurchlässig ist, haben sich hier im Laufe
der Zeit unterirdische Seen und Flüsse gebildet. So verschwindet z.B.
die Lisbelle bei Mélines für kurze Zeit unter der Erde. Hinter
der Steingrube von Hampteau haben sich in der 'Celestienne' die wunderschönen
Grotten von Hotton gebildet.
Der große Unterschied zwischen dem Kalkgehalt in dem Boden in diesem
Teil des Ourthetals und in dem Boden des weiter südlich gelegenen Tals
ist am einfachsten während der Wachstumsperiode zu erkennen. Die beiden
Böden produzieren im Frühling komplett unterschiedliche Vegetationen.
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Botanik
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Die landschaftliche und geologische
Vielfalt der Ardennen spiegelt sich selbstverständlich auch in der
Botanik wider. So wird das Ende des Winters z.B. durch das mysteriöse/
plötzliche Erscheinen der auf dem Kalkboden am Wegrand hellgrün
blühende Stinkende Nieswurz angekündigt. Beim Frühlingsspaziergang
entlang der Ourthe begegnen Sie Busch-Windröschen, Gelbe Narzissen,
Scharbockskraut und Zweiblättrige Blausterne.
Ein sommerlicher Streifzug durch die Täler verschiedener Seitenarme
der Ourthe kann sogar einen überraschenden "Goldfund" zur
Folge haben. Welche Art Milzkraut hätten Sie gerne ? Gegenblättriges
oder Wechselblättriges ? Und welchen Ehrenpreis möchten Sie erhalten
? Den Wasser-Ehrenpreis oder doch lieber den Bach-Ehrenpreis ?
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Das Herz der passionierten Wildblumensammler wird beim Anblick und
bei der Erforschung der Kalkgraswiesen und der natürlichen Laubwälder,
die sich auf diesen nahrhaften und kalkreichen Böden erstrecken,
im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen.
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Einige Kilometer nördlich von Ronzon befindet sich die berühmte
'Calestienne-Zone', wo diese Vegetationsarten reichlich vertreten sind
- z.B. durch Orchideenarten wie das Schwertblättriges Waldvöglein,
das Kuckucks-Knabenkraut und das Wald-Zweiblatt. Auch können Sie
durchaus das Glück haben im Laufe einer einzigen Wanderung gleich
zwei Sorten Seidelbast, den Gemeinen und den Lorbeer-Seidelbast, zu
begegnen. Bryologen sind begeistert über die Artenvielfalt die
sie hier antreffen, sowohl der Laubmoosarten, als auch der Lebermoosarten.
Die Region ist auch äußerst reich an Farnen, die man besonders
häufig an natürlichen Fels- und Steilwänden und in alten
Gemäuern antreffen kann.
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Pilze
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Es gibt sie noch immer - nicht nur in Ost Europa.
Wir sprechen hier nicht von Hexen, sondern von Pilzsammlern. Leider reicht
der Erlös aus der Pilzernte am Ende nicht um das ganze Jahr damit auszukommen,
aber während der Saison verschafft das Sammeln von Pilzen einigen Leuten
einen sehr beachtlichen Nebenverdienst. Wegen der gigantischen Ernte, die
die unendlichen Wälder der Ardennen jährlich liefern, ist das
Pilzsammeln hier noch erlaubt.
Wenn Sie mögen, können Sie sich bei uns während Ihres Aufenthaltes
etwas näher mit den hiesigen Arten bekannt machen.
Die folgenden Sorten werden Sie auf unserem Menü am häufigsten
antreffen: Steinpilze (mit ein bisschen Glück können Sie in einer
Stunde bis zu 10 Kilo sammeln!), Täublinge, Milchlinge (u.a. auch den
herrlichen Edel-Reizker) und die bekannteren Sorten wie Pfifferlinge (auch
die Trompeten-Pfifferlinge) und Champignons. Dass die letzteren nicht immer
zum Verzehr geeignet sind und mitunter auch nicht gut riechen, beweißt
der abweisende Blick der lokalen Pilzliebhaberin Conny auf dem nebenstehenden
Foto.
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Hilfe beim Entdecken
der Natur
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Wir von der"Fermette Les Beaux Arts"
bieten an, Ihnen bei der Pflanzen- und Pilzbestimmung behilflich zu
sein. Sie können sowohl Ihren Gastgeber Boudewijn persönlich
als Naturführer anheuern oder auch unter seiner Anleitung die im
Hause vorhandenen Hilfsmittel zur Bestimmung benutzen - wie z.B. ein
Mikroskop oder diverse Pflanzen- und Pilzführer. Des weiteren können
Sie Ihre Fünde online mit den diversen Bestimmungslisten vergleichen.
Boudewijn organisiert mehrmals jährlich Exkursionen für Interessierte.
Anschliessend gibt es die Möglichkeit , das zuvor erworbene Wissen
in einem Spezialkurs zu vertiefen. Außerdem bieten verschiedene
örtliche Führer Wanderungen an. Bitte beachten Sie hierzu
unseren Veranstaltungskalender.
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